Ankündigung: Die Auswanderer – Lesung in St. Georg

Was: Kultur vor Ort – musikalische Lesung & Gespräch
Mit: Michael Weber – Schauspieler, Georg Debbler – Rechtsanwalt, Kay Schröder – Musiker
Wann: Donnerstag, 17.09.2015 ∙ 20:00 Uhr
Wo: Hansaplatz 10, HH-St. Georg, in den Räumen des LAB (Lange aktiv bleiben)

Flüchtlinge sind derzeit das Thema Nr. 1. Auch in Hamburg. So neu ist das nicht. Denn zwischen 1850 und 1939 ging es „andersherum“, da war Hamburg das „Tor zur Welt“ für über fünf Millionen Europäer, die vor politischer und religiöser Verfolgung flohen – oder einfach ein besseres Leben ohne Armut und Hunger haben wollten. Vor hundert Jahren war Deutschland kein Einwanderer-, es war ein Auswandererland. 1901 ließ Albert Ballin, damaliger Generaldirektor der HAPAG auf der Veddel Massenunterkünfte für die vielen Tausende von Auswanderern aus ganz Europa errichten, die BallinStadt. Hamburg entwickelte sich zu Deutschlands führendem Auswanderungshafen. Der Hamburger Ex-Welt- und Spiegel-Redakteur, Lessing- und Italo-Svevo-Preisträger Gerd Fuchs hat die Schicksale eines Uhrmachermeisters, der in letzter Sekunde einem Pogrom in Russland entkommen ist, eines Hamburger Werftarbeitersohns, der ein anderes Leben will, eines frisch examinierten Arztes und einer Ordensschwester in einem opulenten Roman zusammengeführt. „Die Auswanderer“ spielt 1892, im Jahr der Cholera-Epidemie in Hamburg. Gerd Fuchs gibt Einblicke in die vornehme Gesellschaft Hamburgs und er beschreibt das Elend – und vor allem die Hoffnung der Auswanderer, wegzukommen aus der Not, anzukommen in einem „neuen Leben in der Neuen Welt“.

BGFG-Lesung in St. Georg mit Michael Weber, Georg Debbler, Kay Schröder

Georg Debler ist seit 1979 Rechtsanwalt in der Stadt, die sich gern „Tor zur Welt“ nennt. Er hat vor allem mit denen zu tun, denen dieses Tor verschlossen bleiben soll, bzw. mit denen, die es schließen wollen – den Asylanten und den Ausländerbehörden. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte: Ausländerrecht. Er wird an diesem Abend über einige Fälle berichten, mit denen er zu tun hatte …

Michael Weber war u.a. am Thalia Theater Hamburg engagiert, am Staatstheater Stuttgart, an den Schauspielhäusern Bochum und Zürich, am Burgtheater Wien; er war festes Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und ist es jetzt wieder, ist ein bekanntes TV-Gesicht – und widmet sich zudem immer wieder eigenen Theater und Videoproduktionen, z.B. die „Schule der Arbeitslosen“ am Politbüro in Hamburg. Und einen Roman hat er auch schon geschrieben, „Martha“, zu Recht hochgelobt, über seine Erfahrungen – als Pinneberger – auf dem Kiez.

Kay Schröder hat klassische Gitarre am Johannes-Brahms Konservatorium studiert und seinen Abschluß an der Hamburger Hochschule für Musik gemacht. Der diplomierte Musiklehrer mit dem Hauptfach Gitarre, ist neben der Klassik, vor allem, passend zum Abend, in der südamerikanischen Musik zuhause, von Heitor Villa Lobos bis Astor Piazzolla und Baden Powell. Er ist an verschiedenen Musik-Projekten beteiligt , z.B. dem „Trio Tres Torres“ bei dem es nur um das Eine geht, Tango; Flamencöses spielt er selbstverständlich auch, zusammen mit einer jungen columbianischen Cajonspielerin – oder Bossa Nova (im Trio) …

Eine Veranstaltung der BGFG. Informationen unter (040) 21 11 00-66.

ribeaucourt   2


Kommentare: 2


  1. Hallo Frau Ribeaucort,
    was für eine spannende Veranstaltung! Ich habe hier in St. Georg dafür noch mal die Werbetrommel gerührt und werde selbst auf jeden Fall kommen! Mir ist beim Lesen der ausführlichen Beschreibung der Veranstaltung ein winzig kleiner Fehler aufgefallen, den Sie eventuell noch mal schnell ändern können? Dort in der Ankündigung steht, „Mittwoch, 17. September 2015“, gemeint ist aber doch vermutlich Donnerstag der 17. September? Auf der Eingangsseite der BGFG, wo die Kurzankündigung steht, ist es „richtig“ mit Donnerstag, 17.9. aufgeführt. Es fällt vielleicht niemandem auf, aber wer nur auf den Button auf der Eingangsseite klickt und dann beim Datum nachsieht, ist vielleicht verwirrt. Viele liebe Grüße und bis zum 17.9.!Jutta Gritti


  2. Danke für den Hinweis, Frau Gritti. Ich habe dies geändert. Richtig ist natürlich, dass für Donnerstag, den 17. September die Lesung vorbereitet wird. ER.

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