Ankündigung: Der Mann im Strom

Was: Lesung Mit Stephan Benson, Musik von Ulrich Kodjo Wendt und seinem Knopfakkordeon
Wann: Fr., 03.07.2015, 19 Uhr
Wo: Innenhof, Marckmannstraße 132-134, Hamburg Rothenburgsort
Der Eintritt ist frei. Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

Der Mann im Strom! Mit 55 hat der tauchfeste Bergungsinspektor Jan Hinrichs auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr. Aber er muss zwei Kinder ernähren. Dank gefälschter Arbeitspapiere darf er für Unternehmer Iversen ins trübe Hafenwasser springen. Kultur vor Ort 2015 BGFG-Lesung in Rothenburgsort mit Stephan BensonNicht nur die Sorge, er könne auffliegen, nagt an ihm: Der kleinkriminelle Micha hat sich an seine Tochter Lena herangemacht… – „Der Mann im Strom“, den Siegfried Lenz 1957 veröffentlichte ist ein Klassiker, ein Zeitdokument der 50er-Jahre, von großer Dichte und atmosphärischer Genauigkeit, insbesondere, was das Nachkriegs-Hamburg betrifft. Aber der Roman entwirft auch ein zeitloses und gleichzeitig hochaktuelles Bild der derzeitigen Krise – und das in höchst unterhalsamer und zugleich spannender Form. Der Hafen war noch mit Trümmern auf dem Grund übersät, die geborgen oder gesprengt werden mussten, die Wirtschaft boomte. Aus-der-Bahn-Geworfene kampieren um das Bismarck-Denkmal, und der Held, der „zum alten Eisen“ geworfen werden soll, muss seine Dokumente fälschen, um sich jünger zu machen, um den Job zu bekommen…
„Der Mann im Strom“, 1958 mit Hans Albers, 2006 mit Jan Fedder verfilmt , gehört zu den großen Zeitromanen des beginnenden Wirtschaftswunders –
und seiner Opfer.

Stephan Benson lebt nach Theaterengagements am Ulmer Theater, am Nationaltheater Mannheim, am Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Zürich und am Hamburger Thalia Theater heute als freier Schauspieler in Hamburg. Seither ist er in Krimi-Reihen und Fernsehfilmen ebenso zu sehen wie in ambitionierten Film- und Theaterproduktionen, in Michael Bogdanovs preisgekrönter Inszenierung von »The King‘s Speech« am Hamburger St. Pauli Theater z.B., als Mephisto in Fred Breinersdorfers »Hilde Knef – Der Teufel und die Diva« am Theater am Kurfürstendamm Berlin. Benson ist ein begehrter Literatur-Interpret und ein renommierter Synchronsprecher: Er gab seine Stimme unter anderem Kenneth Branagh, Jon Hamm, Bernard Campan, Ulrich Thomsen, Josh Lucas und Daniel Craig und las gemeinsam mit Autoren wie Eduardo Mendoza, Claude Lanzmann, T.C. Boyle oder John Irving.

Ulrich Kodjo Wendt ist mit afrikanischer Musik, Jazz und Filmmusik aufgewachsen, komponiert Musik für Spiel- (Im Juli; Kurz und Schmerzlos von Fatih Akin) und Dokumentarfilme, fürs Theater (u.a. Thalia, Deutsches Schauspielhaus) – und spielt natürlich auch livehaftig. Er beherrscht sie alle, südafrikanische Rhythmen, Melodien aus dem Mittelmeerraum – und jede Menge alter – und neuer Filmmusiken. Sein Instrument ist ungewöhnlich, das Knopfakkordeon – klein und handlich, damit kann er springen und tanzen und vor allem eines: die Zuhörer hin- und mitreißen, – alle!

Eine Veranstaltung der BGFG. Informationen unter (040) 21 11 00-66.

ribeaucourt   1


Kommentare: 1

  1. Hanne Heinrich


    Ich war wieder einmal total begeistert von der Lenz-Geschickte, dem Vorleser, von der dazu passenden tollen Musik und natürlich vom schmackhaften Imbiss. Die Krönung war dann das am Schluss das gegurgelte La Paloma. Danke auch an die Veranstalter.

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