Landpartie: Eine kleine Reise aus dem Alltag

Unsere Landpartie in die Lüneburger Heide: Wie in den vergangenen Jahren hatten wir unsere älteren Bewohner eingeladen zur Landpartie mitzukommen.

Im Sommer beginnt die Glockenheide zu blühen. Vier Wochen später, noch prächtiger, die Besenheide. Ein besonderes Farbenspiel und gar nicht weit vor den Toren der Stadt. „Der Hamburger fährt gern in die Heide“ hörte ich hinter mir. Einfach mal raus aus der Stadt, fort vom Alltag und gemeinsam die Natur genießen. Noch ist es tatsächlich in Undeloh ruhig, denn noch blüht sie nicht, die Heide – und wir können sie mit unseren Nachbarn genießen.

Heide und Dexter, zwei kräftige Pferde, zogen unseren Wagen gemächlich durch die sanft gewellte Landschaft. Seit der letzten Eiszeit ist die Landschaft so geformt. Vor über 10.000 Jahren führte die Abtragung der oberen Bodenschichten zur Ausbreitung der Heide. Die niedrigen Gewächse mit den im Sommer leuchtend violetten Blüten und dazwischen aufragende Wachholderbüsche sind typisch hier. Also eine Kulturlandschaft. Dieses Landschaftsbild wird seit Jahrhunderten so gehalten. Zöge man nicht immer wieder Birken- und Kiefernsprösslinge heraus, gäbe es bald große Waldflächen im früheren Fürstentum Lüneburg.

Beschaulich liegt nun Undeloh vor uns, mit seinen Fachwerk- und Reetdachhäusern, der Heidekirche mit dem einzeln stehenden Turm. Detailreich berichtete Herr Müller, der Heide- und Naturführer, einer interessierten Gruppe über die Entstehung des Ortes.

Ein Tag der ausklang bei Buchweizentorte und einem Kaffee. Der Gelegenheit bot, mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen aufzupolieren. Denn der „Hamburger“ fährt nicht nur einmal in die Heide.

Eine Veranstaltung der BGFG. Informationen unter (040) 21 11 00-66.

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