Kultur vor Ort:
Die Strafverteidigerin: Entspannung mit Krimis

Drei starke Frauen – und rote Nelken standen am Internationalen Frauentag, am Freitag, 8. März im Vordergrund. Zumindest in Lohbrügge, im Waschhaus, in der Mendelstraße. Es ist ja mittlerweile schon eine kleine Tradition, dass an diesem markanten Datum eine Lesung stattfindet – und offenbar hat sich das Ereignis etabliert. Denn es kommen von Jahr zu Jahr mehr Besucher, die sich bei Wasser und – diesmal – Quiche, unterhalten lassen.

Natürlich kreist das jeweilige Thema an diesem Tag um Frauen. Diesmal war Anke Gebert zu Gast, eine mehrfach preisgekrönte Hamburger Autorin, die sich einer anderen,
außergewöhnlichen Dame gewidmet hat – Leonore  Gottschalk-Solger, eine lebende Legende, nicht nur in Juristenkreisen: Diese Frau hat die ganz harten Jungs vor Gericht verteidigt, Corvetten-Ralf ebenso wie Lack­schuh-Dieter, Anlagebetrüger Harksen oder Bosse der Hells Angels.

Anke Gebert begleitete „Die Strafverteidigerin“ für ein Jahr, erlebte sie in den Gerichtssälen, am Feierabend, wenn sie sich erholt, bei Rotwein und der Lektüre von – Krimis –, und sie  hat auch einige der Klienten dieser Frau im Gefängnis besucht, u.a. einen mehrfachen Mörder – und einen Casanova, dem es viele, zu viele Frauen äußerst „leicht gemacht“ haben. Georgia Hoppe, auch eine markante Frau und promovierte Musikwissenschaftlerin, kommentierte die Lesung auf ihre Weise, mit dem Saxophon – z.B. mit dem auch derzeit ungemein passenden Klassiker „Stormy Weather“. Aber es gab ja auch am Ende noch rote Nelken für die Frauen, ein untrügliches Zeichen für eine Änderung des Wetters, auch des politischen …

Eine Veranstaltung der BGFG, Informationen (040) 21 11 00-66

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